Lufthansa-Streik endet Samstag
Verdi und Lufthansa haben sich auf einen Tarifabschluss für die rund 50.000 Beschäftigten des Bodenpersonals geeinigt.
Die Lufthansa hatte zuletzt in den Verhandlungen 7,7% Tariferhöhung für 20 Monate inklusive einer Einmalzahlung angeboten. Dieses Angebot war von ver.di abgelehnt worden.
Ver.di hatte 9,8% an Tariferhöhungen für ein Jahr gefordert.
Die vereinbarte Tariferhöhung beträgt für das Bodenpersonal
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5,1 Prozent ab 01.07.2008 und
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2,3 Prozent ab 01.07.2009.
Hinzu kommen Einmalzahlungen in Höhe von bis zu 2,4 Prozent. Der neue Tarifvertrag läuft 20 Monate bis Ende Februar 2010.
Die Lufthansa nennt eine Erhöhung im Gesamtvolumen von 4,2 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Die Gewerkschaft hebt hervor, dass der Abschluss bis 2009 von insgesamt 7,4 Prozent liege.
Verdi und die Lufthansa sprechen von einem insgesamt vertretbaren Ergebnis. Das Unternehmen bezifferte die Mehrbelastung auf 40 Millionen für dieses und 100 Millionen Euro für nächstes Jahr.
Einigung gilt zunächst nur für Bodenbeschäftigte
Die Einigung gilt allerdings uneingeschränkt zunächst nur für die Bodenbeschäftigten. Die rund 14.000 Kabinenbeschäftigten erhalten vorerst nur die Einmalzahlungen. Denn die vereinbarten Erhöhungen stehen unter dem Vorbehalt, dass auch die Verdi-Konkurrenzgewerkschaft in der Kabine, UFO, zustimmt.
Die streikenden Mitarbeiter des Boden- und Kabinenpersonals werden nach Konzernangaben die Arbeit zur Frühschicht am Samstagmorgen, den 02.08.2008 um 6 Uhr, wieder aufnehmen.
Die Flugbegleiter-Gewerkschaft hat in ihrem Bereich mehr Mitglieder als Verdi und zuvor angekündigt, einem von ver.di ausgehandelten Ergebnis nicht zuzustimmen. UFO verlangt 15 Prozent mehr Geld. Neue Verhandlungen mit der Lufthansa stehen Ende des Jahres an. Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer rief die UFO zum Einlenken auf.
Verdi kündigte an, den seit Montag andauernden Streik mit der Frühschicht am Samstag zu beenden. Die Auswirkungen würden aber noch bis zu zwei Wochen zu spüren sein.
"Urabstimmung über das Tarifergebnis:"
Im Hinblick darauf, dass ver.di in den Tarifverhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten am Boden und in der Kabine ursprünglich 9,8 Prozent mehr Geld für ein Jahr forderte, ist eine Abstimmung der Beschäftigten über das Ergebnis erforderlich. Die Zustimmung gilt als sicher.